Adventskalender mit Aktivitäten: 40 Ideen für die Familie
Zé · Veröffentlicht am 21. Oktober 2026
Ein Adventskalender mit Aktivitäten versteckt hinter jedem Türchen eine gemeinsame Viertelstunde oder einen ganzen Nachmittag: etwas basteln, backen, spielen, rausgehen oder jemandem eine Freude machen. Damit er bis zum 24. Dezember durchhält, gehören kurze Ideen auf die Schultage und die längeren aufs Wochenende. Hier sind 40 Ideen in fünf Gruppen und ein Plan, wie ihr sie auf 24 Tage verteilt.
Zeit statt Zeug: 24 Aktivitäten sinnvoll verteilen
„Zeit statt Zeug“ heißt nicht, dass jeden Tag ein Ausflug ansteht. Ein Mitmach-Adventskalender für die Familie funktioniert, wenn er zum Familienkalender passt. So geht ihr vor:
- Erst den Terminkalender ansehen. Tragt Sport, Elternabende, Weihnachtsfeiern und Besuche ein. An vollen Tagen kommt eine Karte mit 10 bis 20 Minuten in den Kalender.
- Werktage kurz halten: versteckte Botschaften, ein Lied raten, eine Tasse heiße Schokolade unter der Decke.
- Wochenenden für das Längere nutzen: Plätzchen backen, Waldspaziergang, Weihnachtsmarkt, ein Bastelnachmittag.
- Die Adventssonntage markieren: Wenn eine neue Kerze am Adventskranz brennt, passt ein ruhiges Ritual wie Vorlesen oder ein Spieleabend.
- 4. Dezember, Barbaratag: Zweige von Kirsche oder Forsythie schneiden und in eine Vase mit Wasser stellen. Mit etwas Glück blühen sie an Weihnachten.
- 5. und 6. Dezember, Nikolaus: Am Abend vorher werden gemeinsam die Stiefel geputzt und vor die Tür gestellt.
- Um den 21. Dezember: die längste Nacht des Jahres, ideal für einen Sternenspaziergang.
- Kurz vor Weihnachten beginnen je nach Bundesland oder Kanton die Ferien: Dann ist Zeit für die aufwendigeren Ideen und für selbst gemachte Geschenke.
Basteln und Backen: 16 Ideen
Basteln
- Countdown-Kette: Papierstreifen zu 24 Ringen ineinanderkleben. Jeden Abend kommt ein Ring ab.
- Schneeflocken fürs Fenster: ein Papierquadrat mehrmals zum Dreieck falten, Formen in die Ränder schneiden, auffalten, ans Fenster kleben.
- Zapfen-Wichtel: ein Tannenzapfen als Körper, eine Holzperle als Kopf und ein kleiner Hut aus Filz oder Papier.
- Nelkenorangen: Gewürznelken in Linien oder Spiralen in eine Orange stecken und ein Band herumbinden. Mit einem Zahnstocher vorstechen geht leichter.
- Salzteig-Anhänger: Teig aus Mehl, Salz und Wasser ausrollen, Sterne ausstechen, ein Loch für das Band stechen, trocknen lassen und bemalen.
- Windlicht im Marmeladenglas: Transparentpapier in Schnipseln mit Kleister auf ein Glas kleben, ein LED-Teelicht hinein.
- Kartoffeldruck-Geschenkpapier: Ein Erwachsener schnitzt Stern, Tanne oder Herz in eine halbe Kartoffel, die Kinder bedrucken Packpapier.
- Fröbelsterne: die klassischen Faltsterne aus vier Papierstreifen. Eher etwas für Kinder ab etwa 10 Jahren und geduldige Erwachsene.
Backen und Kochen
- Ausstechplätzchen: Mürbeteig ausrollen, Sterne und Tannen ausstechen, nach dem Abkühlen mit Zuckerguss und Streuseln verzieren.
- Vanillekipferl: Teig mit gemahlenen Mandeln zu kleinen Hörnchen formen und noch warm in Vanillezucker wälzen. Das Formen übernehmen gern die Kinder.
- Schoko-Crossies: Cornflakes in geschmolzene Schokolade rühren und kleine Häufchen aufs Backpapier setzen. Ganz ohne Backofen.
- Bratäpfel: Äpfel entkernen, mit Nüssen, Rosinen oder Marzipan füllen und im Ofen garen, bis sie weich sind. Dazu Vanillesoße.
- Kinderpunsch: Früchtetee mit Apfel- und Orangensaft, einer Zimtstange und ein paar Nelken erwärmen.
- Knusperhäuschen aus Butterkeksen: Kekse mit dickem Zuckerguss zu einem kleinen Haus kleben und mit Süßem dekorieren.
- Obst-Tannenbaum: Kiwischeiben, Weintrauben und Mandarinenspalten als Tanne auf einen großen Teller legen.
- Weckmänner zum Nikolaus: Männchen aus Hefeteig mit Rosinenaugen. Je nach Region heißen sie Stutenkerl oder, in der Schweiz, Grittibänz.
Spiele für drinnen: 8 Ideen
- Geschichtenhöhle: eine Höhle aus Stühlen und Decken, Licht aus, Taschenlampe an. Reihum sagt jeder einen Satz einer Geschichte.
- Weihnachts-Pantomime: Begriffe wie Schneemann, Rentier oder Schlittschuh auf Zettel schreiben, ziehen, ohne Worte darstellen.
- Summ das Lied: Einer summt ein Weihnachtslied ohne Text, wer es errät, summt das nächste.
- Ich packe meinen Weihnachtssack: Jeder wiederholt alle bisherigen Geschenke und fügt eins hinzu.
- Weihnachts-Stadt-Land-Fluss: mit Spalten wie Plätzchen, Geschenk, Weihnachtslied und Tier im Winter.
- Selbst gemaltes Memory: 12 Motivpaare auf Pappkärtchen malen und gleich die erste Runde spielen.
- Schatzsuche: Ein Erwachsener versteckt eine Mandarine oder ein Bild und legt fünf Hinweise. Für die Kleinen Bilder statt Wörter.
- Wanderpäckchen: ein kleines Geschenk in viele Lagen Papier, dazwischen lustige Aufgaben. Bei Musik geht es reihum, stoppt die Musik, wird ausgepackt.
Ausflüge in der Adventszeit: 8 Ideen
- Weihnachtsmarkt: Jedes Kind bekommt vorher ein kleines Budget und entscheidet selbst, wofür es ausgegeben wird.
- Lichterspaziergang: nach Einbruch der Dunkelheit durch die Nachbarschaft, jeder kürt sein Lieblingsfenster. Heißen Tee in der Thermoskanne mitnehmen.
- Nachmittag in der Bücherei: Winter- und Weihnachtsbücher aussuchen und zu Hause vorlesen. Der Büchereiausweis ist für Kinder oft kostenlos.
- Waldschätze sammeln: Zapfen, kleine Zweige und Eicheln vom Boden für die Bastelideen der Woche.
- Sternennacht: um den 21. Dezember warm anziehen, weg von den Straßenlaternen gehen und den hellsten Stern suchen.
- Den Weihnachtsbaum aussuchen: Viele Höfe bieten an, den Baum selbst auszusuchen oder zu schlagen. Für Kinder ein Erlebnis, auch wenn er erst später ins Wohnzimmer kommt.
- Eislaufen: auf der Eisbahn in der Stadt oder auf einem freigegebenen See.
- Adventssingen oder Krippenweg: ein Kinderkonzert in der Kirche oder, vor allem in Bayern und Österreich, eine Krippenausstellung.
Freundlichkeit: 8 kleine gute Taten
- Versteckte Botschaften: Jeder schreibt oder malt jedem in der Familie eine liebe Nachricht und versteckt sie im Schuh oder unterm Kopfkissen.
- Weihnachtskarten: für die Großeltern, die Nachbarin oder jemanden, der allein lebt.
- Die Teilen-Kiste: gut erhaltene Spielsachen, Bücher oder Kleidung aussortieren und zu einer Sammelstelle bringen.
- Futter für die Vögel: Zapfen in weichem, ungesalzenem Pflanzenfett und Körnern wälzen und in einen Baum hängen.
- Plätzchenteller verschenken: an die Nachbarn, an den Hausmeister oder an die Paketbotin, die im Dezember besonders viel zu tragen hat.
- Bei einer Päckchenaktion mitmachen: Viele Orte sammeln im Advent Geschenkpäckchen. Die Kinder packen mit und schreiben einen Gruß dazu.
- Helfen ohne Auftrag: für ältere Nachbarn Schnee schippen, die Einkäufe tragen, den Tisch für alle decken.
- Das Erinnerungsglas: Am 24. schreibt jeder seinen schönsten Moment der Adventszeit auf einen Zettel. Geöffnet wird im nächsten Advent.
Aktivitäten nach Alter anpassen
Kita-Kinder (3 bis 6 Jahre): 15 bis 20 Minuten reichen. Gut sind Ideen zum Kneten, Kleben, Ausstechen und Verzieren. Backofen, Herd, Messer und spitze Scheren bleiben in Erwachsenenhand, Nelken auch, damit keine im Mund landet.
Grundschulkinder (6 bis 10 Jahre): Sie lesen die Karte des Tages vor, legen das Material bereit und rühren nach Rezept. Spiele mit Regeln wie Pantomime, Stadt-Land-Fluss oder die Schatzsuche kommen in diesem Alter gut an.
Ab 10 Jahren: Lasst sie eine Aktivität für die ganze Familie planen, etwa die Schatzsuche für jüngere Geschwister oder das Rezept des Tages. Sie können auch einige Karten des Kalenders selbst schreiben.
Ein Kalender mit fertigen Aktivitätskarten
Keine Zeit, 24 Karten selbst zu schreiben? Unser Adventskalender mit 24 Familienaktivitäten enthält sie fertig zum Ausdrucken auf A4: je fünf Karten zum Basteln, Kochen & Backen, Spielen und für Freundlichkeit und vier Ausflüge. Jede Karte nennt das Material, die Dauer und ein Richtalter. Dazu kommen 4 leere Karten für eigene Ideen und 24 Zahlen-Etiketten für Umschläge oder Säckchen. Das PDF ist direkt nach der Zahlung da. Mehr zum Kalender und zum Aufbau findet ihr unter Adventskalender zum Ausdrucken.
Der Kalender zum Ausdrucken
Häufige Fragen
Was kommt in einen Adventskalender mit Aktivitäten?
Ein Zettel oder eine Karte pro Tag mit der Aktivität, bei Bedarf mit dem Material, das man dafür braucht: ein Päckchen Nelken, eine Taschenlampe, Transparentpapier. Den Rest legt ihr am Vortag bereit.
Wie lange sollte eine Aktivität dauern?
An Schultagen 10 bis 20 Minuten, damit es auch nach Hausaufgaben und Training noch passt. Am Wochenende darf es eine Stunde oder ein ganzer Nachmittag sein.
Was, wenn wir einen Tag nicht schaffen?
Dann wird getauscht oder nachgeholt. Zwei kurze Aktivitäten passen auch an einen Abend, und eine Karte, die gar nicht passt, ersetzt ihr durch eine leichtere Idee.
Ab welchem Alter funktioniert ein Aktivitäten-Adventskalender?
Ab etwa 3 Jahren, wenn ein Erwachsener mitmacht. Kleine Kinder freuen sich am meisten über das Öffnen und das gemeinsame Tun, größere über Aufgaben, die sie selbst übernehmen dürfen.
