Funino-Regeln G-Jugend: Spieltag, Rotation, Checkliste
Zé · Veröffentlicht am 21. Oktober 2026
Am Spieltag der G-Jugend, je nach Kreis Spielenachmittag oder Festival genannt, treffen sich mehrere Teams und spielen 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 auf vier Minitore, ohne Torwart und ohne Tabelle. Diese Spielform gilt seit der Saison 2024/25 bundesweit. Hier liest du, was die Regeln sagen, wie du die Rotation deiner Kinder planst und was in die Spieltagstasche gehört.
Die Regeln der G-Jugend seit 2024/25
Der DFB beschreibt die Spielform der G-Jugend so (Stand: Oktober 2026):
- Spielform: 2 gegen 2 oder 3 gegen 3, ohne Torwart, höchstens 2 Wechselspieler pro Team.
- Spielfeld: von 16 × 20 m bis 28 × 22 m.
- Tore: vier Minitore von höchstens 2 × 1,20 m; jedes Team verteidigt zwei Tore.
- Torerzielung: Im 2 gegen 2 zählen Tore ab der Mittellinie, im 3 gegen 3 aus einer Schusszone von 6 m vor den Toren.
- Turnierform: bis zu 7 Runden von höchstens 7 Minuten. Siegerteams rücken ein Feld auf, Verliererteams eins ab.
- Wechsel: Nach jedem Tor wechselt jedes Team ein Kind aus.
- Spielfortsetzung: Einschießen oder Eindribbeln statt Einwurf.
- Spielleitung: kein Schiedsrichter; die Trainer leiten gemeinsam, vieles entscheiden die Kinder selbst.
- Tabelle: keine. Ergebnisse zählen nur an diesem Tag.
„Funino“ ist der Name, den viele Landesverbände, Kreise und Vereine für das 3 gegen 3 auf vier Minitore benutzen; der DFB spricht von den neuen Spielformen im Kinderfußball. Die Details legen Landesverband und Kreis fest, Feldgrößen können abweichen. Maßgeblich sind immer die Durchführungsbestimmungen deines Kreises.
Vor dem Spieltag: die Woche und der Vorabend
- Nachricht an die Familien: Uhrzeit, Ort, Treffpunkt, Kleidung, Trinkflasche, Fahrgemeinschaft.
- Im Training davor üben: Gibt es am Spieltag ein bestimmtes Spiel oder eine Aufgabe, sollten die Kinder sie schon kennen. Spiele auf Minitore wie das Duo-Spiel bereiten gut vor.
- Papiere: Spielerpässe und was dein Kreis sonst verlangt.
- Am Vorabend: Bälle aufpumpen, die Tasche packen, die Rotation grob aufschreiben.
Die Rotation planen: ein Beispiel mit 5 Kindern
Im 3 gegen 3 stehen 3 Kinder auf dem Feld, 2 sind Wechselspieler, und nach jedem Tor wechselt ein Kind. Damit niemand nur zuschaut, hilft ein Plan, wer jede Runde beginnt. Bei 7 Runden mit 5 Kindern (A bis E) kann er so aussehen:
- Runde 1: A, B, C beginnen; D und E wechseln nach Toren ein.
- Runde 2: D, E, A beginnen.
- Runde 3: B, C, D beginnen.
- Runde 4: E, A, B beginnen.
- Runde 5: C, D, E beginnen.
- Runde 6: A, B, C beginnen.
- Runde 7: D, E und das Kind, das bisher am wenigsten gespielt hat.
So beginnt jedes Kind mindestens vier der sieben Runden. Wechsle trotzdem nach jedem Tor wie vorgesehen, auch wenn ein Team gerade gut läuft. Auf dem Spieltagsbogen kreuzt du an, wer in welcher Runde gespielt hat, und siehst am Abend, ob jedes Kind dran war. Einen Torwart musst du nicht einplanen.
Während der Runden
- Die Kinder entscheiden möglichst selbst über Aus und Foul; du greifst nur ein, wenn es nicht weitergeht.
- Ermutigen statt dirigieren: Lob für Mut und Einsatz, nicht nur für Tore.
- Zwischen den Runden trinken, vor allem bei Hitze.
- Bälle schnell wieder ins Spiel bringen, damit niemand wartet.
Nach dem Spieltag
- Gegner und Trainer verabschieden.
- Ein kleiner Kreis mit der Frage „Was hat euch gefallen?“
- Material gemeinsam einräumen.
- Den Spieltagsbogen noch am selben Abend ausfüllen: Wer hat gespielt, was lief gut, was üben wir im Training?
- Unterlagen rechtzeitig an den Kreis schicken, falls er welche verlangt.
Die Rolle der Eltern
Eltern feuern die ganze Mannschaft an und überlassen die Anweisungen den Trainern. Am besten sagst du das schon zu Saisonbeginn und erinnerst bei Bedarf daran. Eine gute Aufgabe für Eltern, die mithelfen wollen: als „Balleltern“ mit Leibchen am Rand stehen und Bälle, die ins Aus rollen, schnell zurückbringen. So spielen die Kinder mehr.
Checkliste für die Spieltagstasche
- Bälle, Leibchen, Hütchen und Markierungsteller
- Schienbeinschoner für jedes Kind
- Erste-Hilfe-Tasche und Kühlpack
- Spielerpässe und die Unterlagen, die dein Kreis verlangt
- Den Spieltagsbogen, die Rotation des Tages und einen Stift
Und in Österreich und der Schweiz?
In Österreich gelten seit 1. Juli 2024 die ÖFB-Vorschriften für den Nachwuchsspielbetrieb: Die U6 spielt 2er-Fußball, U7 und U8 spielen 3er-Fußball auf vier Minitore, alle ohne Schiedsrichter. In der Schweiz spielen die Junioren G nach dem SFV-Konzept „Play More Football“, meist 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 in Turnierform. Die Einzelheiten regelt dein Landes- oder Regionalverband.
Für die ganze Saison enthält das Trainerheft G-Jugend 16 Spieltagsbögen, eine Seite zu den DFB-Spielformen und eine Checkliste für vor, während und nach dem Spieltag. Für die nächste Altersklasse gibt es das Trainerheft F-Jugend. Alle Hefte sind unabhängig und kein DFB-Material.
Für die Spieltage der Saison
Häufige Fragen
Gibt es in der G-Jugend einen Torwart?
Nicht am Spieltag: Gespielt wird 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 auf vier Minitore, alle Kinder greifen an und verteidigen. Im Training kann trotzdem jedes Kind ins Tor gehen, mit Spielen für kleine Torhüter.
Wie groß ist ein Funino-Feld in der G-Jugend?
Der DFB nennt für die G-Jugend 16 × 20 m bis 28 × 22 m, mit vier Minitoren von höchstens 2 × 1,20 m und einer Schusszone von 6 m im 3 gegen 3. Manche Landesverbände geben eigene Maße vor, etwa 25 × 20 m. Schau in die Bestimmungen deines Kreises.
Ist Funino Pflicht?
Die neuen Spielformen sind seit der Saison 2024/25 bundesweit verbindlich. Wie der Spieltag genau abläuft und wie er heißt, regeln Landesverband und Kreis.
Werden Tore und Ergebnisse gezählt?
Während des Spieltags ja: Wer gewinnt, rückt ein Feld auf, wer verliert, eins ab. Über den Tag hinaus werden Ergebnisse nicht festgehalten, und eine Tabelle gibt es nicht.

